Euroroute R1

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Über Wildemann, den kleinsten Ort der sieben Bergstädte im Oberharz kann man noch weiter in den zentralen Harz radwandern und kommt nach Clausthal-Zellerfeld. Viele Bauten der Bergakademie und Fachwerkhäuser prägen das historische Stadtbild. Auch hier ist das Bergwerksmuseum auf einem großen Gelände mit den originalen Anlagen und die größte Holzkirche Europas einen Besuch wert.

Der weitere Verlauf des R1 führt uns über Wolfshagen zum Granestausee mit seinen mächtigen Staumauern. Der Radfernweg führt an der westlichen Seite des Stausees zum Informationszentrum. Es geht weiter entlang der Staumauer nach Astfeld in Richtung Goslar. Auf halbem Wege nach Goslar ist ein Abstecher zum Kloster Riechenberg möglich. Von Mai bis Oktober kann man jeweils Dienstags 14:30 und 15:30 Uhr die sehr gut erhaltene Krypta des ehemaligen Augustiner-Chorordens besichtigen.

Goslar hat eine Fülle von besuchenswerten Punkten zu bieten. Man kann sich durch Besichtigung der "Kaiserpfalz" mit der Ulrichskapelle, der ehemaligen Stiftskirche St. Simon und Juda, der Domvorhalle mit dem Kaiserstuhl, dem Rathaus mit dem Huldigungssaal, dem Brunnen mit dem Kaiseradler sehr anschaulich in die Vergangenheit entführen lassen. Auch das Grab des Komponisten und Kapellmeisters Paul Linke kann man hier besuchen.

Der Weg von Goslar nach Bad Harzburg wird von vielen traditionsreichen Häusern gesäumt. Die Waldgaststätte "Maltermeister Turm" wurde erstmals 1548 erwähnt und wurde ursprünglich vom damaligen Holzverwalter (=Maltermeister) bewohnt, den Turm bewohnten bis 1900 Bergleute; die renovierte Kaiserworth (ehemaliges
Giebelhaus der Gewandschneider); das Stammhaus der industriellen Familie Siemens; das private Musikinstrumentenmuseum, sowie das Rammelsberger Bergbaumuseum.

Man erreicht nunmehr das 100jährige Heilbad Bad Harzburg.. Die nördlich von Bad Harzburg verlaufende Trasse bis zum Ilsenburger Stieg sollte nicht davon abhalten, sich den Ort anzusehen. Eine Fahrt mit der Großkabinenseilbahn zum 482 m hohen "Großen Burgberg" ist empfehlenswert. Die Endstation der Seilbahn liegt nahe der Ruinen der alten Harzburg. Hier sind auch ausgedehnte Wandermöglichkeiten gegeben. Wer z. B. einen Tag Rast einlegt, kann einen Ausflug nach
Vienenburg einplanen, um dort den ältesten erhaltenen Bahnhof der ersten deutschen Staatseisenbahn zu besichtigen.